Zeitgleich zur AfÖ-Sitzung fand in Braunschweig eine DTV-Bundeskaderschulung statt. Aus diesem Grunde habe ich meine Frau bei der AfÖ-Sitzung in Bremen vertreten. Nach einer kurzen Begrüßung stellten sich alle Teilnehmer kurz vor und es wurde diskutiert, ob zukünftig die Jahrestagungen nicht wieder an einem zentraleren Ort durchgeführt werden sollten. Dann berichtete der DTV-Pressesprecher, Daniel Reichling, aus dem DTV-Präsidium. Mit der Sonderausgabe des Tanzspiegels zum 100-jährigen Jubiläum wird sich das Layout ändern. Weiter war er dafür, dass die Verbände mehr mit Facebook und Twitter arbeiten sollten, da sich alle Zeitungen über diese Medien informieren. Durch die Kündigung des DPV zum 31.12.2011 und die nebenher laufende Aufsplittung der Verbände zeichnen sich mehr und mehr Probleme mit dem Fernsehen ab.
Landesverbände, die runde Jubiläen gefeiert haben oder demnächst feiern werden, haben dies mit Empfängen in Verbindung mit großen Turnieren durchgeführt oder planen entsprechend. Der Rock’n’Roll-Verband veröffentlicht grundsätzlich keine Turnierergebnisse in deren Fachblatt, sondern sämtliche Ergebnisse sind im Internet nachlesbar. Ebenso interessant ist die Mitteilung des Verbandes für Gardetanz, der mit Hilfe des Social Mediums „Splink.de“ sämtliche Turnierinformationen und Ergebnisse online veröffentlicht.
In gleichen Hotel, in dem der AfÖ getagt hat, tagte auch die Satzungskommission des DTV, um die Umsetzung von Ergebnissen der Arbeitsgruppen „DTV Zukunft 2012“ vorzubereiten. Hierzu hat die Gruppe „Marketing“ den Vorschlag unterbreitet, den DTV zukünftig unter dem Begriff „Tanzsport Deutschland“ und mit einem neuen Logo zu vermarkten. Vorgeschlagen wurde auch der Zusatz „Rhythem your life“. Dieser Vorschlag wurde diskutiert mit dem Ergebnis, dass der AfÖ den Zusatz nicht begrüßt, aber ein neues Logo aus verschiedenen Vorschlägen ausgewählt hat und dies dem Hauptausschuss vorschlagen wird.
Eine Diskussion über die Wahl des Tanzsportlers des Jahres wurde mit dem einstimmigen Ergebnis beendet, dass zukünftig keine Wahl mehr stattfinden sollte. Der oder die Tanzsportler des Jahres ergeben sich durch die Turnierergebnisse.
Dann übernahm die Chefredakteurin des Tanzspiegels das Wort, um auf Missstände bei der Berichterstattung hinzuweisen. Die in den Berichten gelieferten Namen und Ergebnisse waren zum Teil falsch. Sie sollten zukünftig vor Abgabe der Berichte vom Autor mit Hilfe der Internetmöglichkeiten überprüft werden. Bilder dürfen keinesfalls bearbeitet werden, da sonst eine Anpassung auf dem zur Verfügung stehendem Platz im Tanzspiegel nicht mehr möglich ist. Falls nur unbrauchbare Fotos zur Verfügung stehen, ist eine Recherche in Bildergalerien der Vereine usw. hilfreich. Gruppenfotos und gestellte Siegerehrungsfotos sind unerwünscht. Ein wichtiger Punkt ist die Rechtschreibung in den Berichten. Es wurde darauf hingewiesen, dass die im Wordprogramm eingebaute Rechtschreibprüfung von Amerika programmiert ist und nicht in allen Fällen mit der deutschen Rechtschreibung konform geht. Im Zweifel sollte eine Prüfung anhand des Dudens erfolgen.
Schließlich wurde noch die Jubiläumsveranstaltung 100 Jahre Tanzsport in Deutschland angesprochen. Die ursprünglich geplante Veranstaltung im Admiralspalast in Berlin, wo das erste Tanzturnier auf deutschem Boden stattfand, kann aus verschiedenen Gründen dort nicht durchgeführt werden. Definitiv wird es jetzt eine Gala am 22.9.2012 im Hotel Maritim Berlin geben. In Kürze wird es eine spezielle Homepage zur Gala geben, auf der dann auch Hinweise zu Kartenbestellungen und Übernachtungsmöglichkeiten gegeben werden. Die Tanzspiegel-Sonderausgabe soll zwar das Tanzsportgeschehen in Deutschland widerspiegeln, aber nicht als nüchterne Chronik, sondern als unterhaltsames Magazin.
Einen breiten Raum nahm das Thema „Social Media“ ein. Wie bereits eingangs erwähnt, arbeitet der DTV schon mit Facebook und Twitter. Zur Zeit wird auch ein Auftritt bei Splink erarbeitet. Splink ist ein spezielles Netzwerk des DOSB und soll nur für den Sportbereich geöffnet sein. Neben allen Vorteilen, die diese Netzwerke bieten, darf aber nicht außeracht gelassen werden, dass Informationen, die einmal im Netzwerk sind, nicht wieder gelöscht werden können. Also Vorsicht mit privaten Dingen. Daten, die in Splink erfasst werden, werden automatisch an Facebook weitergeleitet. Ein weiterer Schritt in die Öffentlichkeit wird ein App sein, mit dem man die Seiten des DTV über iPhone und Handy aufrufen kann. Die Vorbereitungen dafür laufen.
Ernst Fuge

